Het woord substantia

Tijdschrift Voor Filosofie 22 (4):495-543 (1960)
  Copy   BIBTEX

Abstract

Eine etymologische Untersuchung nach Herkunft und Bedeutung des Wortes substantia wie sie das Vorhergehende bezweckt, musz auf jede Rücksicht auf die technisch-philosophische Bedeutung, die das Wort in späterer Zeit bekommen hat, grundsätzlich verzichten. Ausgangspunkt ist die Bedeutung „stehen" die in Verbum „substare" als ein Bleibend-Sein spezifiziert wird. Substare ist eine Weise des Bleibens, des sich der Zeit und der Vergänglichkeit Widersetzens. Die Bedeutung „Besitz" welche substantia sowie das griechische oủσiα ursprünglich hat, wird hiermit in Zusammenhang gesetzt. Der Besitz, in οὐσία aus dem Sein der Dinge heraus gedeuteut als Objekt eines betrachtenden Habens und eines besitzenden Betrachtens, ist die Grundlage des menschlichen Daseins, erlebt als Be-stehen, stehen inmitten der Dinge, in der Welt wohnen. Oủσiα ist das Wesentliche im gegenseitigen einandergehören des Besitzers und seines Besitzes, des Kennenden und des Gekannten und dadurch auch das Wesen der Dinge. Das lateinische „essentia" das als buchstäbliche, wenn auch durchaus künstliche Übersetzung von oủσia gebraucht wird, hat nur die technisch-philosophische Bedeutung des griechischen Wortes übernommen. Hierneben aber kommt in gleicher Bedeutung substantia vor, aber dieses Wort hat bis in den Sprachgebrauch der Neuzeit die konkrete Bedeutung „Materie", „Besitz" und „Speise" beibehalten. Substantia bezeichnet auch etymologisch eine zwischen der Ungreifbarkeit des Verflieszenden und der unzugänglichen Opazität des Harten stehende Form der Materie, mit der das Leben einen fruchtbaren Dialog antreten kann, mit der aber auch der Mensch eine intime Relation hat. Heidegger irrt sich also, wenn er dieses Wort nicht geeignet achtet als Übersetzung des griechischen οὐσία und „Anwesen" bevorzugt. Denn besser als jedes anderes Wort bezeichnet substantia mit typisch lateinischer Nennkraft die „Ständigkeit des Seins", welche Heidegger in οὐσία zu vernehmen glaubt - wenn es eben nur richtig etymologisiert wird als Verbalabstraktum des Verbums substare = von unten her stehend Stand halten. Etymologisch betrachtte ist substantia : das sich im Stande Haltende und in seinem Sein Bleibende, das sich von unten her der Drohung der Vergänglichkeit widersetzt. Gewöhnlich aber wird das Wort von einer technisch-philosophischen Auffassung der Antithese substantia-accidens aus gedeutet ; substare wird dann übersetzt mit : darunter liegen, zu Grunde liegen. Buchstäblich genommen ist der Gegensatz dieser beiden nicht ein Gegensatz von Wesen und Nichtwesentlichem, sondern von einem Bleibend-Sein und ein Geschehen , das das Seiende überfällt

Other Versions

No versions found

Links

PhilArchive



    Upload a copy of this work     Papers currently archived: 101,505

External links

  • This entry has no external links. Add one.
Setup an account with your affiliations in order to access resources via your University's proxy server

Through your library

Similar books and articles

Ousia en deelhebbing: Aristoteles' opvatting over de identiteit.H. H. Berger - 1963 - Tijdschrift Voor Filosofie 25 (4):706 - 778.
Intentionaliteit en evolutie Van het geloof.K. A. H. Hidding - 1962 - Tijdschrift Voor Filosofie 24 (4):631 - 651.
Heideggers denken Van het zijn AlS een denken Van het verlangen.Ben Vedder - 1985 - Tijdschrift Voor Filosofie 47 (3):451 - 472.
Wort und Liebe: Aphorismen 1931.Ferdinand Ebner - 2015 - Wien: LIT. Edited by Richard Hörmann & Krzysztof Skorulski.
Das Sichtbarwerden des Unsichtbaren.Niels Weidtmann - 2018 - In Sergej Seitz, Anke Graneß & Georg Stenger (eds.), Facetten Gegenwärtiger Bildtheorie: Interkulturelle Und Interdisziplinäre Perspektiven. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. pp. 71-89.

Analytics

Added to PP
2015-02-04

Downloads
0

6 months
0

Historical graph of downloads

Sorry, there are not enough data points to plot this chart.
How can I increase my downloads?

Citations of this work

Add more citations

References found in this work

No references found.

Add more references